Mehr Wertschätzung, bitte?

Gestatten Sie mir eine Frage: Was sagt die Tatsache, dass Sie sich für das Thema "Wertschätzung" interessieren, Gutes über Sie aus?

Hier mögliche Antworten. Trifft etwas davon auch auf Sie zu? Oder ist es bei Ihnen ganz anders?

  • "Ich will in meinem Betrieb, im Team, in privaten Beziehungen wertschätzender zu anderen sein. … Das bedeutet wohl, ich bin ein Mensch, dem eine gute Atmosphäre wichtig ist. … Das wiederum sagt aus, dass ich empathisch und gutherzig bin und mich einfach am wohlsten fühle, wenn es allen gut geht."
  • "Ich leide darunter, dass ich zu wenig Wertschätzung bekomme. ... Dass ich hier gelandet bin, sagt also über mich aus: Ich bin jemand, der aktiv etwas ändern will, anstatt ewig zu jammern."
  • "Ich habe den Auftrag, die MitarbeiterInnenzufriedenheit zu verbessern. Auch die Häufigkeit von KundInnenbeschwerden ist zu hoch. Das ist schlecht für die Firma. Wertschätzung ist Wertschöpfung - habe ich mal gelesen. … Was das Gutes über mich aussagt? Ich will mich bewähren in meiner Position, will es gut machen. Und das sagt über mich aus, dass ich ehrgeizig bin und mir und anderen die Chance geben will für gute Weiterentwicklung."
  • "Ich verstehe nicht, dass manche so kritisch und nörglerisch sind. Es gibt Leute, die ständig boshafte Kommentare im Internet oder Bekanntenkreis verteilen. Wieso tun sie das? ... Was es Gutes über mich aussagt, dass ich das verstehen will? Ich denke, ich kann das dann nicht nur besser aushalten kann, sondern auch anders darauf reagieren, in Kontakt kommen und mich zugleich abgrenzen. Und das sagt vielleicht über mich Gutes aus, dass ich grundsätzlich Menschen mag und sie interessant finde. Auch die kritischen."
  • "Nur Zufall. … Was das Gutes über mich aussagt? Hmm, vielleicht, dass ich manchmal spontan bin, neugierig, ohne Ziel auf eine Reise durchs Internet gehe. Und ich kann Chancen erkennen und beim Schopf packen." 

Was also wollen Sie tun? Was kann ich dazu betragen?

Sie wollen mehr Wertschätzung geben? Ich gratuliere, eine ausgezeichnete Idee. Genau deshalb habe ich mit anderen ein Experiment ins Leben gerufen (Link folgt demnächst).

Es ist allerdings nicht immer einfach, das Gefühl von Wertschätzung in anderen zu erzeugen. Manchmal scheint es fast zu spät. Ein Beispiel: Frau X erzählt erbost ihrer Kollegin: "Wir sind unserer Chefin doch völlig egal. Nicht mal Frohe Weihnachten hat sie uns gewünscht." Die Kollegin stellt richtig: "Die Chefin hat das schon gemacht. Es war aber an dem Tag, wo du früher gehen musstest." X reagiert unwirsch: "Da wollte sie sicher nur kontrollieren, ob wir eh alles richtig machen." Auch in privaten Beziehungen kann es so weit kommen, dass gut Gemeintes nicht mehr ankommt. Umso wichtiger, möglichst bald und variantenreich darauf zu reagieren.

Wir können erarbeiten, wie Sie am besten vorgehen, damit Sie einen Weg finden, der zu Ihnen passt und auf Ihr Gegenüber und die konkrete Situation abgestimmt ist. Damit das wirklich ankommt, was Sie vermitteln wollen. Eine Liste mit den 3 unterschiedlichen Wertschätzungsformen und 48 Möglichkeiten wartet auf Sie.

Sie wollen mehr Wertschätzung bekommen? Wir alle brauchen eine Balance im Geben und Nehmen. Sonst entstehen Ungerechtigkeitsgefühle, vielleicht sogar Verbitterung. Üblicherweise hören Sie vermutlich, Sie sollen damit anfangen und andere zum Beispiel mehr loben - in der Hoffnung, dass das Gute, das Sie in der Welt verteilen, wieder zurück kommt. Tatsächlich kann das passieren. Aber wenn nicht, dann braucht es andere Wege: Den Wert Ihrer Arbeit oder Leistung sichtbar machen, nicht mehr selbstverständlich sein, also wahrgenommen werden, Wertschätzung einfordern oder danach fragen, sich gegen Abwertung und Missachtung wehren, mit Humor reagieren, benennen, worum es wirklich geht. …. Sie sehen, viele Wege führen zum Ziel. Uns steht eine spannende Forschungsreise dorthin bevor.

Es geht um die Etablierung einer Unternehmenskultur, die von Wertschätzung geprägt ist? In einer Analyse der Ist-Situation suche ich die Knackpunkte, damit ein Input die größtmöglichen Wellen auslösen kann. Je nach Ergebnis biete ich Ideen für die Etablierung verschiedenster Formen von Wertschätzung: eine Kick-off-Veranstaltung, firmeninterne Workshops, Einzelcoachings mit Führungskräften, veränderte Abläufe für Teambesprechungen etc.. Wichtig ist Nachhaltigkeit, denn eine Kultur verändert sich dauerhaft nicht durch einen einmaligen Tropfen: Wellen brauchen Wind.

Sie wollen die Dynamik verstehen, wieso wir Menschen Wertschätzung wollen, aber so oft Abwertung und Kritik austeilen? Ich übersetze psychologisch komplexe Modelle in Bilder, durch die viele Zusammenhänge verständlich werden: Selbstwert, Selbstbewusstsein, die Rolle von kritischen oder vernichtenden inneren Anteilen, die sich gegen andere oder gegen sich selbst richten können. Es wird dadurch zum Beispiel nachvollziehbar, wieso einige Menschen es kaum aushalten, Gutes über sich zu hören, während andere hochempfindlich auf die leiseste Kritik reagieren und manche in narzisstischer oder unterwürfiger Form dauernd erleben müssen, wie gut und wichtig sie sind. Natürlich lassen sich daraus konkrete Verhaltensmöglichkeiten ableiten.

Es klingt interessant, neu und bereichernd?

Ich freue mich, falls Sie sich für ein Informationsgespräch entscheiden: office@kernstock-redl.at